Kurzbeschreibung

Zeit mit TV-Serien zu verbringen, war bei Kulturbeflissenen lange verpönt. Das hat sich in den vergangenen Jahren radikal geändert. Exzessiver Serienkonsum ist inzwischen zu einem kulturellen Statussymbol geworden. Qualitätsvolle Serien wie House of Cards, True Detective oder Breaking Bad gelten als die Romane des 21. Jahrhunderts. Dabei begann das Zeitalter der guten Serien bereits vor 25 Jahren mit Twin Peaks und Akte X. In den 90er Jahren stieg der Pay-TV-Anbieter HBO in die Serienproduktion ein und setzte mit dem Mafiaepos Sopranos bis heute Maßstäbe. Auch aktuell kommt der größte Teil der Qualitätsserien von Pay-TV- oder Streamingdienste-Anbietern. Allerdings belegen etwa britische und skandinavische Serien, dass sich Free-TV und Qualität nicht ausschließt.

Die Serien haben dem Fernsehen eine neue Blütezeit verschafft und sein Image verbessert, jedoch nicht immer die Quoten. Die Anzahl an hochwertigen Produktionen ist mittlerweile so immens, dass man sich fragen muss: Wer soll das alles sehen?

Wie geht es weiter mit Qualitätsserien, vor allem mit deutschen Produktionen, die sich häufig im Ausland besser vermarkten lassen? Amazon und Netflix haben mittlerweile ihre ersten deutschen Serien beauftragt. Wie wichtig sind sie für deutsche Produzenten? Was ist nötig, um in Deutschland mehr gute Serien zu produzieren, die vom Publikum auch angenommen werden? Bei Podcasts vor allem in den USA erleben wir derzeit einen Boom an dokumentarischen Serien. Sind dokumentarische Serien auch im audiovisuellen Bereich denkbar? Der Serien-Hype ist seit Jahren sehr stark, stehen wir möglicherweise kurz vor einem Wendepunkt?

Agenda

Grußwort:

  • Martin Gebrande, Geschäftsführer der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), München

Keynote:

  • Gerhard Maier, Programmdirektor, Seriencamp.tv, München

Podiumsdiskussion:

  • Dr. Bernhard Gleim, Leiter der Redaktion Serie, Norddeustcher Rundfunk (NDR), Hamburg
  • Volker Heise, Managing Director, Zero One Filmproduktion, Berlin („24h Jerusalem“)
  • Hannes Heyelmann, Geschäftsführer Turner Deutschland, München 
  • Frank Jastfelder, Head of Drama Production, Sky Deutschland, Unterföhring                     

Moderation:  Klaudia Wick, Autorin, Fernsehkritikerin und Leiterin der Abteilung Fernsehen in der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen

Referenten