Kurzbeschreibung

Die Berichterstattung über Terroranschläge, Amokläufe und andere Krisen ist eine Herausforderung für Journalisten: Einerseits besteht die Informationspflicht, andererseits besteht auch die Pflicht zur Sorgfalt, zum Opferschutz sowie zum Jugendschutz.

Gerade in jüngster Zeit haben diese Herausforderungen aufgrund der Häufung von Vorfällen zugenommen. Bei aktuellen Ereignissen greifen vor allem Jugendliche primär auf das Internet zurück und vertrauen dabei Meldungen, die über soziale Netzwerke verbreitet und von klassischen Medien – mitunter – übernommen und publiziert werden. Als Konsequenz sind Kinder und Jugendliche heute nicht nur zunehmend drastischen Bildern von Gewalt und ihren Folgen ausgesetzt, sondern sind auch mit Meldungen konfrontiert, die Verunsicherung und Angst hervorrufen können.

Welche Spuren hinterlässt dies bei Kindern und Jugendlichen? Wie können Kinder und Jugendliche bei der Einordnung und Aufarbeitung solcher Inhalte begleitet und unterstützt werden? Welchen Beitrag kann der Jugendmedienschutz leisten? Und es stellt sich die Frage nach der „richtigen“ Berichterstattung.

Unsere Fachtagung greift diese Fragen auf und beleuchtet dabei psychologische, ethische, rechtliche und journalistische Aspekte. Darüber hinaus sollen auch pädagogische Anregungen vermittelt werden. Damit möchten wir einen konstruktiven Beitrag zu einer hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Diskussion leisten.

Die Fachtagung wurde nach Prüfung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in das Fortbildungsportal FIBS aufgenommen. Eine Freistellung vom Unterricht kann erteilt werden. Die Anmeldung erfolgt über das Fortbildungsportal FIBS, über diese Seite oder per E-Mail über martina.bingula@blm.de. Wir bitten um Verständnis, dass die Teilnehmeranzahl auf 120 begrenzt ist. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Agenda

11:00 Uhr Grußwort

  • Siegfried Schneider Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), München

11:10 Uhr Impuls

  • Dr. Stefan Leifert Korrespondent Studio Brüssel, ZDF

11:25 Uhr Katastrophen und Medienethik

  • Prof. Dr. Alexander Filipović Lehrstuhl für Medienethik, Hochschule für Philosophie München

11:50 Uhr Krisenberichterstattung und ihre Wirkung

  • Prof. Dr. Frank Schwab Institut für Medienpsychologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

12:15 Uhr Perspektiven aus der Praxis - ein Doppelinterview

  • Marcus da Gloria Martins Leiter Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Polizeipräsidium München
  • Dr. Torsten Rossmann Geschäftsführer WeltN24 GmbH, Berlin                       

12:45 Mittagspause mit Informationsständen im Foyer

13:45 Uhr Aspekte des Jugendschutzes

  • Birgit Braml und Sonja Schwendner, Referentinnen Bereich Medienkompetenz und Jugendschutz, BLM

14:10 Uhr Kinder und Katastrophenberichte

  • Dr. Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), München

14:35 Uhr Stichwort Medienkompetenz: Was sollte man Kindern vermitteln?

  • Gesine Cukrowski Schauspielerin, Berlin
  • Helmut Friedl, Studiendirektor, Beratungslehrer, Städtisches Sophie-Scholl-Gymnasium, München
  • Michael Gurt Verantwortlicher Redakteur FLIMMO, Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF), München
  • Verena Weigand Bereichsleiterin Medienkompetenz und Jugendschutz, BLM

Ende gegen 15:30 Uhr

Moderation: Dr. Stefan Leifert

Referenten
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