Kurzbeschreibung

Das klassische Fernsehen ist tot. Das behaupten zumindest einige Experten seit dem Aufkommen von YouTube und Streamingdiensten. Noch bleibt die TV-Nutzungsdauer entgegen aller Unkenrufe jedoch konstant bei dreieinhalb Stunden täglich. Gerade bei der Übertragung von Live-Events ist das klassische Fernsehen bislang unersetzbar. Auch die Werbeeinnahmen des globalen TV-Marktes übertreffen die Werbeeinnahmen von YouTube deutlich. Aber eines lässt sich in der Tat feststellen: Jeder dritte Jugendliche ersetzt laut einer Bitkom-Studie das lineare Fernsehen teilweise oder ganz durch Streaming-Angebote.

Jede Sekunde werden allein auf YouTube 300 Minuten neues Material hochgeladen, die Plattform hat mehr als eine Milliarde Nutzer. Nur zehn Jahre nach der Gründung setzt YouTube Milliarden um. Unbekannte werden über Nacht zu Stars. Jeder hat die gleiche Chance, beim Publikum zu landen und jeder kann sein eigener Produzent sein, weil der Produktionsaufwand verschwindend gering ist. Für die Professionalisierung stehen zudem so genannte Multichannel-Networks parat.

Was bedeutet diese Entwicklung für das lineare Fernsehen? Handelt es sich einfach nur um einen schnelllebigen Markt, um eine Modewelle, die nur die jungen Zuschauer betrifft? Wie stellen sich die Medienhäuser darauf ein? Kurz: Wie verändern YouTube, Netflix und Co. die Fernsehlandschaft?

Agenda

18:30 Uhr   Grußworte

  • Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), München
  • Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg

Podiumsdiskussion

  • Kai Blasberg, Geschäftsführer Tele 5, Grünwald b. München
  • Joyce Ilg, YouTuberin und Schauspielerin, Köln
  • Sebastian Meichsner, YouTuber, „Bullshit TV“, Köln
  • Jannis Kucharz, Gründer und Herausgeber von netzfeuilleton.de, Mainz
  • Prof. Dr. Claudia Wegener, Professorin für Digitale Medienkultur und Medienwissenschaft an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Potsdam

Moderation:

  • Silvia Laubenbacher, a.tv, Augsburg
Referenten
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